Geschichte

 

 

Im Jahre 2006 wurden die drei Feuerwehren Stetten, Lohn und Büttenhardt zur Verbandsfeuerwehr Oberer Reiat zusammengelegt. Die Wehr startete mit rund 130 Angehörigen ins erste Jahr. Ziel des Zusammenschlusses war es, eine leistungsfähige und moderne Feuerwehr zu stellen, sowie die Zusammengehörigkeit im Oberen Reiat zu fördern. In den ersten Jahren mussten die persönliche Ausrüstung sowie die Ausbildung auf den gleichen Stand gebracht werden. Gearbeitet wurde aus den drei bestehenden Magazinen.

 

Der aufwändigste Einsatz der VOR war dem Unwetter vom 2. Mai 2013 geschuldet. Starkregen und Hagel liessen zahlreiche Gebäude mit Wasser volllaufen. Insgesamt mussten wir bei 91 Liegenschaften im Oberen Reiat intervenieren. Besonders Stetten wurde mit 74 Objekten sehr stark getroffen. Insgesamt wurden während vier Tagen rund 1055 Einsatzstunden geleistet.

 

Ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen Feuerwehr mit zeitgemässer Ausrüstung war die Beschaffung von zwei neuen Atemschutzfahrzeugen. Mit den total 20 in den Sitzen integrierten Atemschutzgeräten konnte eine deutliche Effizienzsteigerung erreicht werden, da sich das Personal nun bereits auf der Anfahrt komplett ausrüsten konnte. Die zwei Pinzgauer Mannschaftstransporter mit ihren Atemschutzanhängern, sowie das alte Atemschutzfahrzeug wurden verkauft und an der Hauptübung im Oktober 2016 gebührend verabschiedet.

Für eine optimale Struktur und vereinfachte Abläufe war es dringend nötig die Feuerwehr zu zentralisieren. Die bestehenden Magazine waren veraltet und zu klein, weshalb bald über einen gemeinsamen Standort diskutiert wurde. Die Planung und Realisierung des neuen zentralen Magazins in Lohn gestalteten sich anspruchsvoll und zogen sich über acht Jahre hinweg.

 

Doch gut Ding will bekanntlich Weile haben. So konnte anlässlich der Hauptübung im Oktober 2017 das neue Magazin in Lohn feierlich eingeweiht und die drei alten Standorte aufgelöst werden.

 

Im Jahr 2018 wurde ein Schlauchverleger Anhänger mit rund 2000 Meter Transportschlauch beschafft. So kann ein Wassertransport über lange Strecke gewährleistet werden, was bei den vielen abgelegenen Objekten im Einsatzgebiet von grossem Vorteil ist.

Der grösste Brand der Verbandsgeschichte ereignete sich im Dezember. Ein Ökonomieteil mit angebautem Wohnhaus stand in Büttenhardt in Flammen. 54 Einsatzkräfte konnten das Feuer gemeinsam mit der Feuerwehr Thayngen nach mehreren Stunden löschen und das Wohnhaus schützen.

 

2020 stand im Zeichen der Wechsel. Ende Dezember wurde unser 25 Jahre altes Tanklöschfahrzeug durch ein Neufahrzeug ersetzt. Zusätzlich wurde bekannt, dass Kommandant Thomas Roth Ende Jahr sein Amt nach 13 Jahren in dieser Funktion abgeben wird.

Sturm Sabine hielt uns im Februar auf Trab. Während zwei Tagen mussten wir immer wieder umgestürzte Bäume entfernen. Das Pantli musste einen Tag lang gesperrt werden.

 

Jubiläumsjahr! 2021 wird das 15-jährige Bestehen der VOR gefeiert. In diesem speziellen Jahr tauchen auch neue Namen auf. Reto Zecchetto als Kommandant, sowie Benjamin Brunner als sein Vize. So heisst das neue Kommando der Feuerwehr per 1. Januar. Thomas Roth und Christian Ehrat haben ihre Positionen weitergegeben. Führungspositionen in den Fach- und Dienstgruppen wurden ebenfalls neu besetzt. So kann das Jahr mit viel frischem Wind in Angriff genommen werden. Zusätzlich kann im Oktober ein gebrauchtes Vorausfahrzeug in Dienst genommen werden. Es ist das fünfte Fahrzeug der Wehr und dient dem Einsatzleiter als Zubringerfahrzeug im Einsatz.

 

Erneuter Personalwechsel. Unser langjähriger Fourier Peter Bührer gibt 2022 sein Amt an Oliver Müller weiter, welcher nun die administrativen Geschicke leitet.

 

Das Jahr 2023 steht im Zeichen von grösseren Beschaffungen. Die in die Jahre gekommene Brandschutzbekleidung wird komplett ersetzt. Helm, Jacke und Hose werden ausgetauscht und somit unseren AdF eine zeitgemässe Schutzkleidung zu Verfügung gestellt. Das zweite grosse Projekt ist die Ersatzbeschaffung des Logistikfahrzeugs, welches ebenfalls ein fortgeschrittenes Alter hat. Die Planung für eine Ersatzbeschaffung wird aufgenommen.

In einem Waldstück in Lohn brannte ein Bienenhäuschen. Da kein Hydrant in der Nähe war, musste ein Wassertransport ab dem Dorfrand erstellt werden. Ein Übergriff auf den Wald konnte verhindert und der Brand gelöscht werden. Mit total 31 Einsätzen ist 2023 das ereignisreichste Jahr seit der Verbandsgründung.

 

Grössere Unwetterlagen sind uns nicht fremd. So auch am 26. Juni 2024, als ein Starkregen den Oberen Reiat heimsuchte. Insgesamt 32 Einsatzstellen wurden fast zeitgleich gemeldet und durch ein Grossaufgebot der VOR abgearbeitet.

 

Unsere Wehr steht auch 2026 nicht still. Einerseits wird das 20-jährige Bestehen gefeiert, anderseits wird unser altes Logistikfahrzeug durch ein Neufahrzeug ersetzt. Der Bestand ist mittlerweile bei 65 Angehörigen angekommen. Dies zeigt deutlich die geänderten Anforderungen an eine Milizwehr. Weniger Personal, mehr Aufgaben, dafür eine bessere Ausbildung.

 

Aktueller Bestand der Wehr: 65 AdF (2026)